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Rechnungen kosten Zeit – und zwar nicht da, wo du denkst

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Rechnungen kosten Zeit – und zwar nicht da, wo du denkst

Blogbeitrag · Rechnungsprozesse

Rechnungen kosten Zeit – und zwar nicht da, wo du denkst

Dienstag, 15:47 Uhr. Du bist gerade drin. Fokus. Flow. Endlich. Dann ploppt sie auf: eine Mail mit PDF. Betreff: „Rechnung“.

Du willst sie nur kurz ablegen. Wirklich nur kurz.

Zehn Minuten später hast du:

  • den Lieferanten gesucht,
  • eine Bestellnummer vermisst,
  • jemanden nach Freigabe angepingt,
  • und die Datei heißt jetzt „Rechnung_final_final2.pdf“.

Kommt dir bekannt vor?

Rechnungen sind selten das große Problem. Sie sind das ständige kleine. Und genau deshalb fressen sie so viel Zeit.

Das eigentliche Zeitloch: Unterbrechungen, nicht Buchungen

Viele rechnen „pro Rechnung 5–10 Minuten“. Und übersehen den teuersten Teil. Nicht das Abtippen. Sondern das Drumherum:

• „Kannst du kurz…?“
• „Wohin gehört das?“
• „Wer muss freigeben?“
• „Wo liegt die Rechnung von letzter Woche?“
• „Warum wurde das noch nicht bezahlt?“

Jede Rechnung ist ein Mini-Projekt. Mit Nachfragen, Rückfragen, Kontextwechsel.

Und Kontextwechsel sind wie kleine Crashs im Kopf: Du brauchst jedes Mal wieder Anlauf, um zurück in deine Arbeit zu kommen.

Der Rechnungsvorgang wirkt simpel – ist aber ein Domino-Effekt

  1. Erkennen: Was steht da eigentlich drin?

    Lieferant, Betrag, Datum, Rechnungsnummer, Zahlungsziel. Routine. Und trotzdem tippen Teams es jeden Tag wieder ab.

  2. Zuordnen: Wohin gehört das?

    Projekt? Kostenstelle? Kategorie? In vielen Fällen könnte man es wissen – weil der Lieferant ähnlich ist, es ähnliche Rechnungen schon gab oder Hinweise im Text stehen.

  3. Weiterleiten: Wer muss jetzt was tun?

    Freigabe, Rückfrage, Ablage, Zahlung. Und hier entsteht meist der meiste Nebel: „Wer ist zuständig?“ und „Wie dringend ist das?“

Ein kleines Beispiel (so sieht’s in echt aus)

Nehmen wir eine wiederkehrende Rechnung: Software-Lizenz, monatlich.

Heute passiert oft:

  • PDF kommt rein,
  • jemand tippt ab,
  • jemand überlegt „IT oder Finance?“,
  • jemand fragt nach Freigabe,
  • jemand sucht später den Beleg nochmal.

Das wirkt banal. Aber es ist wie Sand im Getriebe: klein, überall, ständig.

Und genau diese Art Rechnung ist die Sorte, die man am schnellsten „entschärfen“ kann.

Der größte Irrtum: „Automatisierung heißt Autopilot“

Viele haben bei „Automatisierung“ ein Bauchgefühl: Kontrolle weg. Risiko. Blackbox. Völlig verständlich.

Was in der Praxis gut funktioniert, ist nicht „Autopilot“. Sondern:

Vorbereitung + Vorschläge + klare Checks.

Heißt: Das System erledigt den Routine-Teil (Erkennen, Sortieren, Vorschläge). Und ihr bestätigt nur dort, wo es wirklich Sinn macht.

Das fühlt sich nicht an wie „abgeben“. Sondern wie: endlich weniger Kleinkram.

Mini-Selbstcheck: Lohnt sich das bei euch?

Wenn du bei 3 oder mehr Punkten nickst, lohnt sich ein genauer Blick:

PDF per Mail/Portal
Wiederkehrende Lieferanten
Freigaben per Ping
Monatsende = Stress
„Wo ist die Rechnung von …?“
Rückfragen wegen fehlender Infos

Was du realistisch sparen kannst (ohne Schönrechnen)

Rechnen wir konservativ.

20 Rechnungen pro Woche20
8 Minuten weniger pro Rechnung8 min
20 × 8 Minuten160 min/Woche
= fast3 Stunden/Woche
= über12 Stunden/Monat

Und das ist der sichtbare Teil. Der unsichtbare Teil: weniger Unterbrechungen, weniger Nachhaken, weniger „wo liegt das?“.

Wie wir starten (ohne Großprojekt, ohne Prozess-Religion)

Wir beginnen nicht mit „alles neu“. Wir starten mit einer einfachen Sache:

Welche 3–5 Rechnungstypen nerven euch am meisten?

Dann bauen wir einen Ablauf, der:

  • Rechnungen automatisch erkennt,
  • sauber vorsortiert,
  • Daten vorbereitet,
  • und nur dort Rückfragen stellt, wo es wirklich unklar ist.

Ihr bleibt in Kontrolle. Nur der Routine-Teil verschwindet.

20 Minuten Klarheit (statt 3 Monate Bauchgefühl)

In einem kurzen Termin schauen wir gemeinsam: wo in eurem Prozess Zeit wirklich verloren geht, welche Rechnungstypen sich sofort vereinfachen lassen, und wie groß euer Einsparpotenzial grob ist. Kein „Demo-Marathon“. Einfach ein realistischer Blick: lohnt sich oder nicht.

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